wie wichtig sind gute Beziehungen für unser Wohlbefinden?

wie wichtig sind gute Beziehungen für unser Wohlbefinden?

Eine Frage vorab
Wie wichtig sind dir gute Beziehungen? Wie gut verstehst du dich mit deinem Nachbarn?

In Kreisen der Anwälte dreht sich ihnen bei dieser Frage wahrscheinlich der Magen um. Zahlreiche Anzeigen und Beschwerdebriefe tummeln sich in der Postablage und das nur aus einem Grund. Der Nachbar muss leiden! Beinahe täglich spielt er nebenan Onlinespiele und schreit das ganze Haus zusammen. Doch täglich ist nicht nur tagsüber. Nein! Besonders nachts ab zwei Uhr morgens geht das Gebrüll und Gestampf los. Nachtruhe ade. Von Wohlbefinden kann da nicht die Rede sein.

Alle Beziehungen sind wichtig

Nicht nur die Beziehungen zu unseren Nachbarn sind ausschlaggebend, sondern auch die zu unseren Mitmenschen im Allgemeinen. Damit sind Freunde, Familie, Bekannte, Partner, Arbeitskollegen, Fremde und auch der Kellner vom Café nebenan gemeint.Jeder Kontakt zu einem Menschen hat einen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Doch ganz oben auf der Liste steht der Kontakt zu uns selbst. Besteht also beispielsweise ein Streit zwischen deinem Nachbarn und dir, weil er mitten in der Nacht zockt und schreit, so steigen bei dir die Stresshormone an. Das wiederum führt dazu, dass du anfängst, dich nicht wohl zu fühlen.
Zuerst fühlst du dich nicht mehr ganz wohl in deinen vier Wänden. Nach und nach fühlst du dich auch nicht mehr wohl in deinem Körper! Schlafmangel, Ringe unter den Augen und Gereiztheit machen sich nach Außen bemerkbar. Jetzt ist es so, dass du der Durchschnitt der fünf Menschen bist, die dich umgeben. Das behauptet zumindest ein Herr namens Jim Rohn. Hier ist die Zeit wichtig, die du diesen Individuen widmest. Zu diesen fünf Menschen gehört natürlich auch dein nerviger Nachbar, der nachts wie ein Irrer schreit und poltert. Du verpulverst in dem Sinne deine wertvolle Zeit aufgrund deines Ärgers

Ähnlichkeit zieht uns magnetisch an

Wir fühlen uns magnetisch zu Menschen hingezogen, die so ähnlich ticken, wie wir es tun. Sie bestätigen unser Selbstbild und mit unserem Selbstbild identifizieren wir uns. Du denkst womöglich gerade, dass dein Nachbar dir unmöglich ähnlich ist. Doch Achtung. Unser Selbstbild von uns kann unbewusst vonstattengehen. Die wichtigste Beziehung ist zu uns selbst. So ist es gnadenlos wichtig, dass wir unsere unbewussten Gedankengänge verfolgen, sie aufschreiben und nach und nach aufdecken. Nur so haben wir Menschen die Möglichkeit herauszufinden, wie unser nerviger Nachbar und andere Personen in unserem Leben uns spiegeln. Die Erschaffung deines Freundes – und Bekanntenkreises hängt mit deinem eigenen Fokus zusammen. Überprüfe ihn deshalb sehr gründlich und regelmäßig.

Ein Schuss an Selbstwertgefühl

Wir fühlen uns besonders mit Menschen wohl, die uns Unterstützung, Wertschätzung und Respekt schenken. Unser nie satt werdendes Bedürfnis nach Sicherheit und Selbstbestätigung lässt die Suche nach liebevollen Kontakten niemals enden. Im Jugendalter jagen und sammeln wir viele Freundinnen und Freunde. Doch mit 50 plus überrascht es niemanden, dass wir unsere Zeit nicht mehr mit netten Bekanntschaften verplempern. Im Gegenteil, wir widmen uns zunehmend den Menschen zu, die uns wirklich am Herzen liegen und erhöhen damit sogar unsere Lebenszufriedenheit.

Was gilt also zu tun?

Überprüf deine Glaubenssätze. Es scheint, als ob sie unbewusst sind, doch sie zeigen ihre Gestalt häufiger als du denkst. Beispielsweise in der Gestalt des nervigen Nachbars oder einem toxischen Partner. Besonders Familienmitglieder sind davon nicht befreit. Schaue, bei wem du dich eher unwohl fühlst und wem du kein Vertrauen schenken kannst. Überprüfe die Rolle, die du in deiner Familie spielst, und achte ganz besonders auf dein Gefühl dabei. Häufig hilft ein wenig Distanz zu Menschen, mit denen du dich unwohl fühlst. Probiere es aus. Der Unterschied wird dir mit der Zeit klar!

Ein wichtiger Satz zum Schluss:

Umgeben wir uns mit Menschen, die uns ein ehrliches Gefühl vermitteln, großartig zu sein, so wie wir sind, gibt uns das einen kräftigen Schuss an Selbstwertgefühl! Unsere Seele kann beruhigt aufatmen und sich keine Sorgen mehr machen. Dein Leben kann schön sein, wenn du es dir so aufbaust, dass es dir gut geht und du dich ganz oft großartig fühlst.

Hilfreiche Fragen an dich:

  • Wie fühlst du dich nach einer Begegnung mit diesem Menschen? 
  • Bietet dieser Mensch dir mehr Wissen, mehr Handlungsmöglichkeiten und mehr interessante Inhalte zum Nachdenken? 
  • Hast du den Eindruck, dass dein Selbstwertgefühl gewachsen ist? 
  • Hast du den Eindruck, dich ermutigt, getröstet oder aufgebaut zu fühlen? 
  • Was möchtest du in Zukunft verändern und was kann so bleiben?

Nimm dir ruhig ausreichend Zeit für diese Fragen. Manchmal braucht ein Mensch länger, um auf die richtigen Antworten zu kommen. Schreibe alles auf und reflektiere. Entscheide ganz bewusst, mit wem du dich gut fühlen und gerne Zeit verbringen möchtest. Falls es die Person noch nicht in deinem Leben gibt, stelle sie dir trotzdem samt ihren liebevollen Eigenschaften vor. Sie wird kommen!

und vergiss nicht: alle Beziehungen sind wichtig