Körperliches Wohlbefinden steigern

Körperliches Wohlbefinden steigern

Körperliches Wohlbefinden steigern: ob Neujahrsvorsätze, Fastenzeit oder Krankheiten – viele Menschen stellen sich die Frage, wie sie Ihr Leben zum Positiven hin verändern können: wie sie ihr körperliches Wohlbefinden steigern, hin zu mehr Zufriedenheit, mehr Entspannung.  

Für die meisten Leute bedeutet das, den Zigarettengebrauch einzuschränken, den Alkoholkonsum zu drosseln oder auf Fast Food zu verzichten. Einige melden sich zudem in einem Fitness-Studio an, um ihrem Körper nicht nur etwas zu entziehen, sondern ihm auch bewusst etwas Gutes zu tun. Doch reicht das aus? Was ist der richtige Weg? Und was bedeutet Entspannung oder entspannt sein tatsächlich für unseren Körper?


Die Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele

Wenn wir uns wohl fühlen wollen, dürfen wir unseren Körper nicht einzeln betrachten, sondern müssen ihn als Ganzes wahrnehmen, mit all seinen Facetten und all seinen Bedürfnissen. Die einzelnen Komponenten, die uns ausmachen, der Körper, der Geist und die Seele sind unweigerlich miteinander verwoben und bedingen sich gegenseitig.

Ein einfaches Beispiel: Ordern Sie Ihr Lieblingsgericht über einen Lieferservice und essen Sie es anschließend direkt aus der Verpackung vor dem Fernseher. Oder sie genießen eine Mahlzeit im Kreis von Freunden oder Verwandten, garnieren das Essen mit einem stimmungsvollen Ambiente, würzen das Gericht mit guten Gesprächen und runden es mit einer neuen Verabredung ab. Was tut Ihnen besser? Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme, beim Essen führen wir dem Körper, aber auch dem Geist und der Seele etwas Essentielles zu.

Körperliches Wohlbefinden: Zusammenhänge zwischen Körper, Geist uns Seele

Diese Komponenten unseres Seins, der Körper, der Geist und die Seele, sind aneinander gekoppelt. Ist ein Element in seiner Energie fehlgeleitet, so wirkt sich das auch unweigerlich auf die anderen Bereiche aus. Dies wird durch eine Vielzahl an Körperfunktionen hervorgerufen. Vor allem Botenstoffe, aber auch Hormone spielen eine wesentliche Rolle. So können beispielsweise körperliche Beeinträchtigungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Vitaminmangel sich in psychischen und seelischen Beschwerden wie Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen oder Ruhelosigkeit manifestieren. Auch psychische Erkrankungen wie Depression oder Burn-out zeigen sich in vielseitigen Gesichtern und verursachen auch physische Probleme wie gastrointestinale Beschwerden und Schlafstörungen.

Wenn sich also ein Teil unseres Seins ausklinkt und nicht mehr die gleiche Geschwindigkeit fährt wie der Rest, so kommt es zu Unwohlsein, Unzufriedenheit und Spannungsgefühlen. Nicht nur unser körperliches Wohlbefinden, sondern auch die geistige und seelische Gesundheit steht in Wechselwirkung und kann nicht einzeln betrachtet oder gar behandelt werden.


Woran ist unser Wohlbefinden also gekoppelt?

Unsere Gesundheit hängt im Wesentlichen von der Balance und der Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele ab. Geht es unserem Körper gut, kann auch die Seele frei atmen und der Geist fließen. Umgekehrt stellt sich auch nur dann körperliches Wohlbefinden ein, wenn Geist und Seele gesund sind.

Gesundheit ist vor allem von ausreichend Schlaf, wohltuender Bewegung, gesunder Ernährung und einem adäquaten Stressmanagement abhängig.

Schlaf:

Viele Menschen unterschätzen die Wirkung des Schlafes auf die körperliche, aber auch auf die geistige und seelische Gesundheit. Denn Schlaf dient nicht nur der Regeneration und Reproduktion von Zellen. Dieser Ruhezustand ist vor allem auch für verschiedenste Prozesse im Gehirn vonnöten. So entwickeln sich im Schlaf komplexe neuronale Netzwerke, verschiedene Gedächtnissysteme werden aktiviert und Abfallstoffe werden aus dem Gehirn geschwemmt. Zudem hat Schlaf einen entscheidenden Einfluss auf das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Wachstum. Schlafmangel wirkt sich vor allem auf die körperliche Gesundheit, aber auch auf die seelische Resilienz und die geistige Leistungsfähigkeit aus.

Ausreichend Bewegung:

Auch vernünftige, wohltuende Bewegung ist essentiell für das körperliche Wohlbefinden. Denn neben der Aktivität der Muskulatur wird vor allem das Herz-Kreislauf-System beansprucht. Ist die Bewegung gelenkschonend, der individuellen Leistungsfähigkeit angepasst und abwechslungsreich gestaltet, so können wir in vielerlei Hinsicht davon profitieren. Die Muskulatur wird besser durchblutet und ein Gelenkverschleiß durch einseitige Abnutzung wird unwahrscheinlicher. Zudem kann ein trainiertes Herz-Kreislauf-System vor physischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Hyperlipidämie bewahren. Bei sinnvoller sportlicher Betätigung schüttet der Körper Botenstoffe aus, die uns glücklich machen und damit auch der mentalen Gesundheit zuträglich sind. Auch der Geist profitiert von Bewegung, denn der erhöhte Sauerstofftransport in die Zellen hält für mehrere Stunden an, was sich als verbesserte Konzentration und erhöhte Merkfähigkeit bemerkbar macht.

Gesunde Ernährung:

Viele Menschen möchten sich gesund ernähren, testen Diäten und probieren sich in Food-Trends. Dabei hat sich seit Jahrhunderten nichts an dem Kern der Ernährungs-Wahrheit geändert: Alles in Maßen und vor allem grün. Denn während uns Kohlehydrate zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen, Eiweiße die Zellen stärken und Fette als Energiereservoir dienen, sind es die essentiellen Vitamine und Spurenelemente, die das Immunsystem stärken, die Zellregeneration unterstützen, den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, die Enzymkatalyse sowie die Hormon- und Botenstoff-Bildung initiieren und die Puffersysteme anleiten. Deshalb dürfen Gemüse und Obst auf keinem Speiseplan fehlen, am besten mehrmals täglich. Denn das grüne, rote und gelbe Super-Food verhilft uns zu mehr physischer, psychischer und mentaler Gesundheit als alle Kohlehydrate, Fette und Eiweiße zusammen.

Stress ist der Feind der Gesundheit. Denn körperlicher, wie auch geistiger oder seelischer Stress verursacht gefährlichere und schwerwiegendere Krankheiten als Viren oder Bakterien. Vor allem der Körper leidet unter Stress, was sich in Reizdarmsymptomen, Inappetenz, Schlafstörungen oder Herzrasen zeigt. Diese Beschwerden beeinträchtigen die Menschen ungemein. Ein adäquates Stressmanagement kann zu mehr körperlicher Gesundheit und mehr Lebensfreude führen.

Die Sklaven der modernen Gesellschaft

Doch ist es so einfach, glücklich zu sein? Reichen Schlaf, Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung aus, um entspannt zu sein und zufriedener leben zu können? Viele Menschen beklagen, dass die von ihnen angestrebten Ziele eines glücklicheren Lebens auch mit den besten Maßnahmen nicht erreicht werden. Woran liegt das?

Nehmen wir das Beispiel „Yoga“. Im Eigentlichen ist Yoga mehr als eine körperliche Ertüchtigung indischen Ursprungs, es ist vielmehr eine Lebenseinstellung. Yoga bedeutet, das Leben zu entschleunigen, sich nicht mit anderen zu vergleichen, nicht nach dem Besten, Schnellsten, Erfolgreichsten zu streben, den Weg als Ziel zu sehen, die Unvollkommenheit als Normalität des Seins zu betrachten und die Veränderung als Konstante im Leben zu akzeptieren. Deshalb gibt es auch keine Wettbewerbe, die die besten Yogi küren. Es lässt sich auch kaum Geld mit Yoga verdienen. Yoga bedeutet, die Trainingsinhalte auf das Leben zu übertragen.

Deshalb tut es den meisten Menschen gut, aber nur sehr wenige sehen die Weisheit hinter der Sportart. Denn wir sind so sehr damit beschäftigt, im Trend zu liegen. Wir tun so viel dafür, um anderen zu zeigen, dass wir noch jung und dynamisch sind. Und wir versklaven uns selbst, wenn wir der Meinung sind, durch selbst auferlegte zusätzliche Trainingseinheiten die körperliche Entspannung zu einer Tortur machen zu müssen.

Und so ist es in vielen Bereichen unseres Lebens. Wir achten zu wenig auf unsere innere Stimme und geben dieser selten nach. Dabei weiß unser Körper am besten, was gut für ihn ist. Wir müssen uns nicht immer mit anderen messen oder vergleichen. Genauso müssen wir nicht immer der Beste, Schnellste, Reichste oder Intelligenteste sein. Wir müssen unser Leben auch nicht nach unseren Zielen ausrichten. Das macht uns nur krank, unseren Körper ebenso wie unseren Geist und unsere Seele.


Wege zu mehr Gesundheit

Die meisten Menschen, die zufrieden sind, nennen stets die gleichen drei Umstände, die zu ihrem inneren Frieden beitragen:

Zeit nehmen! Zeit zum Genießen, Zeit zum Essen, Zeit zum Entspannen, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Nichtstun, Zeit zum Arbeiten und Zeit zum Auftanken. Die Ausgewogenheit ist dabei entscheidend, denn nur was sich in der Waage hält, ist auch der Gesundheit zuträglich.

Akzeptieren! Ob es sich dabei um die Kilos über dem Idealgewicht, die Absage der Traumwohnung oder den Ärger mit dem Amt handelt, ist nicht entscheidend. Viele Dinge lassen sich im Laufe der Zeit regeln, andere anpassen. Die Akzeptanz der Veränderungen im Leben führt zu mehr Entspannung gegenüber Stressoren, was sich in einer verbesserten Gesundheit widerspiegelt.

Die Träume an das Leben anpassen! Denn die Zufriedenheit kommt durch die kleinen Glücksmomente. Und das Glück packt uns immer wieder, manchmal ist es nur so überraschend wie ein Schmetterling im Winterwald. Wenn wir uns nicht fixieren, sondern flexibel bleiben, werden wir entspannter, zufriedener und gesünder als je zuvor.